Tabak Anbau

Tabakanbau war bis in die 1960er Jahre in Deutschland recht verbreitet, sowohl landwirtschaftlich als auch für den privaten Gebrauch. Inzwischen gibt es in Deutschland nur noch einige wenige landwirtschaftliche Anbaugebiete, z.B. in der Pfalz und in Sachsen.

Dafür erlebt der Anbau von Tabak für die private Nutzung eine Renaissance. Tabaksamen unterschiedlichster Sorten kann man online kaufen und der Tabakanbau für den Eigenbedarf ist gesetzlich erlaubt.

Einige praktische Voraussetzungen und Anbauregeln müssen natürlich beachtet werden. Da Tabakpflanzen Wärme lieben, sollte die Aussaat geschützt und temperaturkonstant erfolgen. Ideal wäre ein Gewächshaus, aber die Aussaat in ausreichend großen Töpfen an einem sonnigen Innenplatz, z.B. auf der Fensterbank, ist auch ausreichend. Wenn die Pflänzchen ca. 10 cm hoch sind und die Witterungsverhältnisse es zulassen, kann man sie ins Freiland setzen. Beim Umpflanzen ist zu beachten, dass Tabakpflanzen Platz brauchen und pralle Sonne vermieden werden sollte. Am besten gedeihen die Pflanzen, wenn sie ein paar Stunden Sonne haben, aber relativ windgeschützt stehen. Etwas Naturdünger, z.B. Hornspäne, sollte man ihnen auch zukommen lassen.

So lange die Pflanzen noch klein sind und in den Wurzeln noch kein Nicotin produzieren, muss man sie vor Ungeziefer, vor allem vor Schnecken, schützen. Größere Pflanzen sind kaum noch gefährdet.

Sobald die Tabakpflanzen ein Wachstumsstadium erreicht haben, in dem keine oder kaum neue Blatttriebe am Hauptstamm mehr produziert werden, schneidet man den oberen, kleinblättrigen Teil des Stammes und alle Seitentriebe ab, um den unteren, großen Blättern zu mehr Wachstumskraft zu verhelfen. „Reif“ sind die Tabakpflanzen, wenn die Blätter braun werden und abfallen.