Die Tabak Pflanze
Obwohl Tabak heute ein weit verbreiteter Bestandteil im alltäglichen Leben ist, würden nur wenig Menschen eine Tabakpflanze erkennen. Tatsächlich wächst in Deutschland mehr Tabak, als man denkt.
Die Tabakpflanze wächst je nach Sorte ca. 1,50 m hoch. Der kräftige Stengel ist mit großen dunkelgrünen Blättern umgeben, die von unten nach oben immer kleiner werden. An der Spitze entwickeln sich weiße, rosa oder rote Blüten, die besonders nachts einen betörenden Duft aussenden. Die Tabakpflanze wird nur selten von Schädlingen heimgesucht, sie wehrt sich mit dem bekannten Giftstoff Nikotin.
Tabakpflanzen wachsen im feldmäßigen Anbau in klimatisch günstigen Gebieten, wie beispielsweise in der Pfalz. Dort wird schon seit Jahrhunderten Tabak angebaut. Die ausgereiften unteren Blätter werden jeweils abgebrochen und einzeln auf lange Schnüre gefädelt. Diese Schnüre werden in luftigen Hallen aufgehängt und trocknen dort. Zuerst vergilben die Blättern, dann beginnen sie, sich chemisch zu verändern. Eiweiß und Chlorophyll bauen sich ab und das Blatt wechselt idealerweise von gelb zu braun. Nach dem Trocknen werden die Blätter je nach Verwendung weiter verarbeitet.
Tabakpflanzen findet sich allerdings auch in vielen Gärten oder Balkonkästen, ohne dass der Gärtner es so richtig weiß. Der Ziertabak ist eine kleine Variante des echten Tabaks, der allerdings geringere Mengen an Nikotin produziert. Seine Blüten sind im Verhältnis zur Wuchshöhe der Pflanze etwas größer, kräftiger gefärbt und duften ebenfalls nachts besonders.
Sehr interessant ist das Verhalten der feldmäßig angebauten Tabakpflanzen. Bei Befall mit einem der wenigen in Frage kommenden Schädlinge setzt die Tabakpflanze einen Duft ein, um die umliegenden Pflanzen zu warnen. Alle Pflanzen beginnen daraufhin, ein Protein zu produzieren, das für den Schädling unverträglich ist.